Eat the Frog
Eine Priorisierungstechnik, bei der die unangenehmste oder wichtigste Aufgabe des Tages bewusst an den Anfang gestellt wird, um Aufschieben zu vermeiden und Energie gezielt einzusetzen.
Teilnehmer: ab 1 Person
Dauer: 5-10 Minuten
Phase der Softwareentwicklung: Planung, Entwicklung
Tags: Priorisierung, Zeitmanagement, Selbstorganisation, Produktivität
Anleitung
-
Aufgaben sichten
Zu Beginn des Tages oder Arbeitsabschnitts wird die vollständige Aufgabenliste durchgesehen. Dabei liegt der Fokus nicht auf Vollständigkeit der Erledigung, sondern auf einem klaren Überblick über alles, was ansteht. Diese Sichtung schafft die Grundlage für eine bewusste Entscheidung, statt sich von der Reihenfolge des Eintreffens leiten zu lassen. Erfahrungsgemäß zeigt sich hier bereits, welche Aufgabe unbewusst vermieden wird.
-
Den Frosch identifizieren
Aus der Liste wird jene Aufgabe ausgewählt, die den größten Widerstand auslöst oder die größte Wirkung entfaltet, wenn sie erledigt ist. Häufig handelt es sich um Aufgaben, die wiederholt verschoben wurden. Die Auswahl folgt nicht der Dringlichkeit, sondern der Kombination aus Bedeutung und emotionalem Aufschub. Diese Aufgabe wird als "Frosch" markiert und bewusst von den übrigen abgegrenzt.
-
Ablenkungen ausschließen
Bevor mit dem Frosch begonnen wird, werden Störquellen minimiert. Benachrichtigungen, offene Browser-Tabs oder parallele Kommunikationskanäle werden für die Dauer der Bearbeitung deaktiviert. Diese Vorbereitung reduziert die Möglichkeit, in Ausweichverhalten zu verfallen. Der Rahmen wird so gestaltet, dass die Konfrontation mit der Aufgabe nicht durch äußere Reize aufgeschoben werden kann.
-
Den Frosch zuerst bearbeiten
Die markierte Aufgabe wird direkt im Anschluss begonnen, bevor andere, leichtere Aufgaben angegangen werden. Der Einstieg erfolgt unabhängig davon, ob volle Klarheit über den gesamten Ablauf besteht. Entscheidend ist der Beginn, nicht die perfekte Vorbereitung. Diese Reihenfolge verhindert, dass Energie und Konzentration bereits durch kleinere, weniger bedeutsame Tätigkeiten aufgebraucht werden.